Kurzarbeit Phase 3 - Informationen zur COVID-19-Kurzarbeitsbeihilfe

Ab sofort ist die Beantragung der COVID-19-Kurzarbeit Phase 3 (01.10.2020 bis 31.03.2021) möglich.

Für die Antragstellung gibt es eine Übergangsfrist von einem Monat vom 02.10.2020 bis 02.11.2020. Danach ist eine Antragstellung nur mehr vor Beginn des Kurzarbeitszeitraumes möglich.

(Für neue Kurzarbeitsförderungen ist eine rückwirkende Erstantragstellung per 1.11.2020 bis Freitag, 20.11.2020 möglich.)

Für Kurzarbeitsvorhaben mit einem Beginn ab 1.11.2020 können Begehren rückwirkend bis zum Ende des Lockdowns eingebracht werden.

(vorbehaltlich einer Änderung der Bundesrichtlinie)

Wer wird gefördert

Förderbar sind arbeitslosenversicherungspflichtige ArbeitnehmerInnen die in einem nicht gekündigten Dienstverhältnis stehen und einen vollen Kalendermonat vor Beginn der Kurzarbeit (Bemessungsmonat) beschäftigt waren.

GeschäftsführerInnen sind förderbar, wenn sie ASVG-pflichtversichert sind.

Vorübergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten

Das Unternehmen muss sich in vorübergehenden, nicht saisonbedingten, wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Das kann folgende Ursachen haben:

  • Ausfall von Aufträgen
  • Ausfall von betriebsnotwendigen Zulieferungen und Betriebsmitteln 

Die Auftragsausfälle müssen auf unternehmensexterne Umstände zurückzuführen sein, die nicht saisonbedingt sind und nur schwer oder überhaupt nicht beeinflussbar sind. 

In der Beilage zur Sozialpartnervereinbarung sind folgende Angaben zu machen:

  • Bewilligung anderer Förderungen
  • Umsatzentwicklung vor Kurzarbeit und Prognose für den beantragten Zeitraum
  • Bewilligung von Steuerstundungen 
  • und Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen 

Werden mehr als 5 ArbeitnehmerInnen zur Kurzarbeit angemeldet muss eine SteuerberaterIn, WirtschaftsprüferIn oder BilanzbuchhalterIn die Angaben im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten bestätigen.

Umfang der Kurzarbeit

Der Arbeitszeitausfall darf im Kurzarbeitszeitraum durchschnittlich

  • 20% - 70% betragen
  • in Sonderfällen 90%
    Bei einem Arbeitszeitausfall über 70% bedarf es der ausdrücklichen Zustimmung der Kollektivvertragspartner (WKO und Gewerkschaft)

D.h. im Umkehrschluss muss die geleistete Arbeitszeit zwischen 30% und 80% liegen.

Bei Teilzeitbeschäftigten wird die vereinbarte Arbeitszeit, bei Vollzeitbeschäftigten die kollektivvertragliche Arbeitszeit des letzten vollen Monats als Basis genommen.

Innerhalb des Kurzarbeitszeitraums sind einzlene Zeiträume mit einer Ausfallzeit bis zu 100 Prozent zulässig, im Durchschnitt muss jedoch die beantragte Kurzarbeitszeit errreicht werden.

Die Anzahl von der Kurzarbeit betroffenen ArbeitnehmerInnen und die Summe ihrer Normalarbeitszeit- und Ausfallstunden sind im Kurzarbeitsantrag für den jeweiligen Kurzarbeitszeitraum darzustellen.