Organisation Lohnverrechnung

Mitarbeiter richtig im Kollektivvertrag einstufen

Durch das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) wird sichergestellt, dass den Arbeitnehmern das gesetzlich zustehende Entgelt gezahlt wird um so einen fairen Wettbewerb zwischen den Unternehmen zu ermöglichen.

Bei einer Kontrolle wird geprüft ob jeder Arbeitnehmer, der in Österreich beschäftigt ist, das ihm zustehende gesetzliche Entgelt erhält. Die Höhe des Lohnes ist meist im Kollektivvertrag geregelt.

Dienstzettel

Der Dienstzettel enthält die wesentlichen Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis. Der Arbeitgeber ist zur Ausstellung eines Dienstzettels rechtlich verpflichtet, wenn das Dienstverhältnis länger als 1 Monat dauert bzw. beabsichtigt ist.

Jede Änderung der Arbeitszeit (Stundenanzahl) sollte aus Gründen der Beweisbarkeit immer schriftlich vereinbart werden um Zuschläge für Mehrarbeit (25%) zu vermeiden. Dies ist jetzt besonders wichtig, da eine Änderungsmeldung bei der Gebietskrankenkasse bei einer Verkürzung oder Erhöhung der wöchtentlichen Arbeitszeit (Stundenredutktion oder Stundenerhöhung) nicht mehr vorgesehen ist. Der tatsächlich gezahlte Lohng wird erst mit dem monatlichen Beitragsnachweis gemeldet.

Stammdaten der Mitarbeiter

Um eine ordentliche Dokumention der Stammdaten zu haben, empfehlen wir eine Kopie folgender Dokumente zu erstellen:

  • Reisepass oder Personalausweis (Staatsbürgerschaft)
  • E-Card
  • Meldenachweis

Die Staatsbürgerschaft ist auch wegen einer eventuellen Beschäftigungsbewilligung von Bedeutung.

Arbeitszeitaufzeichnungen

Der Arbeitgeber ist nach dem Arbeitszeitgesetz verpflichtet Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden zu führen.

Diese Aufzeichnungspflicht besteht für auch für Kleinbetriebe mit nur einem oder wenigen Mitarbeitern.  Das Arbeitsinspektorat prüft die Einhaltung der Aufzeichnungspflicht und kann bei Verstößen Strafen verhängen.

Die Arbeitszeitaufzeichnung ist auch für die Abrechnung von Überstunden und der Gehaltshöhe von Bedeutung.