Lindwurm Klagenfurt

GSVG Beiträge 2016

Gewerbetreibende, Gewerbegesellschafter mit Gewerbeschein zahlen folgende Beiträge zur gewerblichen Sozialversicherung:

 

Mindest-
beitrags-
grundlage

Höchst-
beitrags-
grundlage

Beitrags-
satz
in %

Mindest-
beitrag

Höchst-
beitrag

Pensionsversicherung

723,52

5.670,00

18,5

133,85

1.048,95

Krankenversicherung

415,72

5.670,00

7,65

31,80

433,76

Unfallversicherung

9,11

9,11

Selbständigenvorsorge

415.72

5.670,00

1,53

6,36

86,75

Summe monatlich

181,12

1.578,57

Summe Quartal

543,36

4.735,71

Sobald der Einkommensteuerbescheid für das jeweilige Jahr vorliegt erfolgt eine Nachbemessung der GSVG-Beiträge. Abhängig von der geleisteten Vorauszahlung kommt es zu einer Nachzahlung oder Gutschrift. (siehe oben Punkt Nachzahlung)


NeugründerInnen

Anders als in den Vorjahren gelten für NeugründerInnen die gleichen Mindestbeitragssätze. In den ersten beiden Kalenderjahren der Neugründung bleibt die Krankenversicherung fix und wird nicht nachbemessen falls das Einkommen der ersten beiden Jahre über der Mindestbeitragsgrundlage liegt.


Die GSVG Mindestbeitragsgrundlage 2016 beträgt in der Pensionsversicherung € 723,52 und in der Krankenversicherung € 415,72.

Die GSVG-Höchstbeitragsgrundlage 2016 beträgt

  • € 5.670,00 monatlich
  • € 68.040,00 jährlich.
  • Die Gesamtbeiträge betragen 27,68% der Bemessungsgrundlage bis zur Höchstbeitragsgrundlage.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden vierteljährlich von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) in den Monaten Februar, Mai, August und November vorgeschrieben. Die Beiträge sind jeweils am Ende dieser Monate fällig.


Pflichtbeitrag zur betrieblichen Vorsorgekasse

Der Pflichtbeitrag beträgt 1,53% der Bemessungsgrundlage für die Krankenversicherung, eine Nachbemessung erfolgt nicht.


Herabsetzung oder Erhöhung der vorläufigen Beitragsgrundlage

Sollte Ihre derzeitige (vorläufige) Beitragsgrundlage für das laufende Jahr zu hoch bemessen sein (Ihr Einkommen wird im Jahr 2016 voraussichtlich niederer sein als Ihre vorläufige Beitragsgrundlage), dann können Sie bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) einen Antrag auf Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage stellen und so Ihre Beitragszahlungen verringern.

Neu ab 2016 ist, dass Sie Ihre Beitragsgrundlage auch erhöhen können. Dies hat den Vorteil, dass Sie die gezahlten Sozialversicherungsbeiträge im Jahr des ‚guten‘ Einkommens von der Steuer absetzen können und Sie keine Beitragsnachzahlungen zu erwarten haben.

Link zum Antragsformular


Ausnahme von der Pensions- und Krankenversicherung wegen geringfügiger Einkünfte

Die Ausnahme von der gewerblichen Pensions- und Krankenversicherung (die Unfallversicherung bleibt aufrecht) kann bei der SVA (im Vorhinein) beantragt werden, wenn innerhalb der letzten 60 Kalendermonate nicht mehr als 12 Kalendermonate einer Pflichtversicherung nach dem GSVG vorlagen. Voraussetzung für die Ausnahme ist weiters, dass die jährlichen Nettoumsätze € 30.000 und die Einkünfte aus dieser Tätigkeit im Jahr 2016 € 4.988,64 nicht übersteigen. (Gilt für Gewerbetreibende und Inhaber einer Konzession, nicht aber für Gesellschafter einer Personengesellschaft)


Versicherungsgrenzen für sonstige (neue) Selbständige

Darunter fallen Personen, die steuerlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit beziehen und keiner Pflichtsozialversicherung unterliegen (z.B. Tätigkeit für die kein Gewerbeschein erforderlich ist). Werden die folgenden Einkommensgrenzbeträge nicht überschritten besteht keine GSVG-Pflichtversicherung:

Die Versicherungsgrenze beträgt im Jahr 20164.988,64.

Abweichend zu 2015 ist es egal, ob Sie neben der selbständigen Erwerbstätigkeit auch andere Tätigkeiten ausüben oder ein Einkommen aus einer anderen Quelle beziehen, wie z. B.:
● Pension
● Ruhe- oder Versorgungsgenuss
● Versorgungsleistung einer gesetzlichen beruflichen Vertretung
(Kammer)
● Kranken- oder Wochengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung
● Geld aus der Arbeitslosenversicherung
● Kinderbetreuungsgeld
● etc.

Wird diese Grenze jedoch überschritten, dann ist eine Meldung an die SVA noch im Jahr 2016 erforderlich. Wenn das Überschreiten der Versicherungsgrenze erst bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung (Einkommensteuerbescheid) im Folgejahr festgestellt wird, dann verrechnet die SVA einen Strafzuschlag.

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