Werbungskostenpauschale für bestimmte Berufsgruppen

Wenn Sie in einem der unten aufgezählten Berufe tätig sind können Sie folgende Pauschalbeträge von Ihrer Steuerbemessungsgrundlage absetzen:

Vertreter, Außendienstmitarbeiter

Sie müssen ausschließlich Vertretertätigkeit ausüben. Zur Vertretertätigkeit gehört sowohl die Tätigkeit im Außendienst als auch die für konkrete Aufträge erforderliche Tätigkeit im Innendienst. Von der Gesamtarbeitszeit muss dabei mehr als die Hälfte im Außendienst verbracht werden.

5% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 2 190 Euro jährlich.

Mitglieder einer Stadt-, Gemeinde- oder Ortsvertretung 15% der Bemessungsgrundlage,

mindestens 438 Euro jährlich, höchstens 2 628 Euro jährlich. Der Mindestbetrag kann nicht zu negativen Einkünften führen.

Journalisten 7,5% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 3 942 Euro jährlich.

Musiker 5% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 2 628 Euro jährlich.

Forstarbeiter ohne Motorsäge, Förster im Revierdienst und Berufsjäger im Revierdienst: 5% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 1 752 Euro jährlich.

Forstarbeiter mit Motorsäge: 10% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 2 628 Euro jährlich.

Hausbesorger 15% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 3 504 Euro jährlich.

Heimarbeiter 10% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 2 628 Euro jährlich.

Artisten 5% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 2 628 Euro jährlich.

Bühnenangehörige, soweit sie dem Schauspielergesetz unterliegen, andere auf Bühnen auftretende Personen, Filmschauspieler 5% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 2 628 Euro jährlich.

Fernsehschaffende, die regelmäßig (mehrmals im Monat) auf dem Bildschirm erscheinen 7,5% der Bemessungsgrundlage,

höchstens 3 942 Euro jährlich.

BGBl. II Nr. 382/2001

Bemessungsgrundlage

Basis für die Ermittlung der Pauschbeträge sind die

Bruttobezüge

abzüglich der steuerfreien Bezüge

und abzüglich der sonstigen Bezüge, soweit diese nicht wie ein laufender Bezug nach dem Lohnsteuertarif zu versteuern sind

(Bruttobezüge gemäß Kennzahl 210 abzüglich der Bezüge gemäß Kennzahlen 215 und 220 des amtlichen Lohnzettelvordruckes L 16). Bei nicht ganzjähriger Tätigkeit sind die sich aus § 1 ergebenden Beträge anteilig zu berücksichtigen; hiebei gelten angefangene Monate als volle Monate. Die Berücksichtigung der Pauschbeträge erfolgt im Veranlagungsverfahren bzw. im Wege eines Freibetragsbescheides gemäß § 63 EStG 1988.

Zusmmentreffen von selbständiger und unselbständiger Tätigkeit

(z.B. Musiker ist einem Orchester angestellt und tritt auch selbständig auf)

Wird eine Tätigkeit teils nichtselbständig, teils selbständig ausgeübt und werden bei der selbständig ausgeübten Tätigkeit die tatsächlichen Betriebsausgaben geltend gemacht, können die Pauschalbeträge nicht in Anspruch genommen werden.

Werbung

Dieses Portal verwendet Cookies um Sie bei der Nutzung zu unterstützen. Durch die Nutzung dieses Portals akzeptieren Sie das Setzen von Cookies.