Reisekosten

Reisekosten (als Betriebsausgabe, im Bereich der Dienstnehmer gelten andere Regelungen !) können sich folgendermaßen zusammensetzen:

  • Fahrtkosten (Kfz, Taxi, öffentliches Verkehrsmittel, Fahrrad usw.),
  • Verpflegungsmehraufwand (Taggeld),
  • Nächtigungsaufwand (Nächtigungsgeld) und
  • Nebenspesen

Bei den Fahrtkosten sind abzugsfähig

  • die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und
  • alle Aufwendungen für betriebliche Fahrten, und zwar gleichgültig, ob eine „Reise“ oder eine „sonstige Fahrt“ vorliegt.

Ist das Unternehmen zum Vorsteuerabzug berechtigt (keine unechte Umsatzsteuerbefreiung) kann die in den Reisekosten enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden.


Taggeld Inland beträgt: € 26,40

Nächtigungsgeld Inland beträgt: € 15,00

(Die jeweils darin enthaltene Umsatzsteuer in Höhe von 10% kann herausgerechnet und als Vorsteuer geltend gemacht werden, sofern das Unternehmen zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.)


Eine Dienstreise liegt vor, wenn

  • sie beruflich veranlasst ist
  • und mindestens 25 Kilometer vom Mittelpunkt der Tätigkeit entfernt ist
  • und eine Reisedauer von mehr als drei Stunden vorliegt
  • und kein weiterer Mittelpunkt der Tätigkeit begründet wird

Die 25-Kilometer-Grenze ist nur bei der Geltendmachung der Tages- und Nächtigungsgelder zu beachten. Es reicht aber nicht aus, wenn man beispielsweise an einem Tag mehr als 25 km zurücklegt, aber kein Punkt der Reise weiter als 25 km vom Unternehmen entfernt ist. Auch das Überschreiten von Bezirks- oder Landesgrenzen ist nicht maßgeblich. Somit sind die Fahrten, die z. B. ein in Wien ansässiger Unternehmer in der Bundeshauptstadt durchführt, nicht als Reisen einzustufen. In diesem  Fall dürfen keine Tagesgelder beansprucht werden. Die mit den betrieblich veranlassten Fahrten verbundenen Kosten (z. B. Kfz-Aufwand, Kilometergeld, Fahrscheine, Taxispesen) , stellen jedoch immer Betriebsausgaben dar, auch wenn keine Reise im steuerlichen Sinn vorliegt.


Verpflegungsmehraufwand – Taggeld

Das Taggeld für den Verpflegungsmehraufwand beträgt 26,40 € für 24 Stunden (Besteht die Berechtigung zum Vorsteuerabzug, kann aus dem Taggeld die darin enthaltene Umsatzsteuer in Höhe von 10% herausgerechnet werden). Die Aliquotierung erfolgt stets nach 24-Stunden-Zeiträumen. Diese Frist wird durch jede Reise ausgelöst. Eine Dienstreise bis zu drei Stunden löst keinen 24 – Stunden – Zeitraum aus.

Bei längeren Reisen ist für jede angebrochene Reisestunde ein Zwölftel von 26,40 Euro absetzbar. Dauert eine Reise mehr als 11 Stunden, so steht der volle Satz zu.

Bei Auslandsdienstreisen kommt der der jeweilige Höchstsatz für Bundesbedienstete zur Anwendung. (Tages- und Nächtigungsgelder bei Auslandsdienstreisen)


Nächtigungsgeld

Voraussetzung für den Abzug des Nächtigungsgeldes ist das Vorliegen einer tatsächlichen Nächtigung, die mit Aufwendungen verbunden ist. Der Nächtigungsaufwand kann in Höhe der nachgewiesenen tatsächlichen Kosten oder in Höhe des pauschalen Nächtigungsgeldes steuerlich geltend gemacht werden. Bei Inlandsreisen sind ohne Nachweis der tatsächlichen Kosten 15,00 €, bei Auslandsreisen der jeweilige Höchstsatz für Bundesbedienstete pro Nächtigung absetzbar.


weiterer Mittelpunkt der Tätigkeit

Die Begründung eines weiteren Mittelpunkts der Tätigkeit ist anzunehmen, wenn sich der Aufenthalt in einem anderen Einsatzort durchgehend oder wiederkehrend über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Als Einsatzort gilt grundsätzlich die politische Gemeinde. Für Reisen innerhalb Wiens gilt das gesamte Wiener Gemeindegebiet als Einsatzort. Für Reisen von Orten außerhalb Wiens nach Wien gilt als Einsatzort hingegen der jeweilige Gemeindebezirk.

Von einem längeren Zeitraum ist in folgenden Fällen auszugehen:

  • der Aufenthalt am Reiseziel dauert länger als 5 Tage. Dann stehen nur für ersten 5 Tage Tagesdiäten zu. Erfolgt innerhalb von sechs Kalendermonaten kein Einsatz an diesem Mittelpunkt der Tätigkeit, ist mit der Berechnung der „Anfangsphase“ von fünf Tagen neu zu beginnen.
  • der Aufenthalt an einem Einsatzort ist regelmäßig wiederkehrend (mindestens einmal wöchentlich) und die Anfangsphase von fünf Tagen wird überschritten. Erfolgt innerhalb von 6 Kalendermonaten kein Einsatz an diesem Mittelpunkt der Tätigkeit, ist mit der Berechnung der „Anfangsphase“ von fünf Tagen neu zu beginnen.
  • der Aufenthalt an einem Einsatzort ist wiederkehrend aber nicht regelmäßig, dann können Tagesdiäten nur für eine Anfangsphase von 15 Tagen geltend gemacht werden. Die Anfangsphase von 15 Tagen steht pro Kalenderjahr zu.

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